Archiv für die Kategorie „- AGB“

PostHeaderIcon BGH: Wirksamkeit einer Schönheitsreparaturklausel (AVB-Vertrag)

Der unter anderem für das Wohnungsmietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute (erneut) über die Wirksamkeit einer Schönheitsreparaturklausel in Mietvertragsformularen entschieden. [...] Nach dem von der Klägerin verwendeten Mietvertragsformular hat der Mieter die Schönheitsreparaturen auszuführen. Die Allgemeinen Vertragsbedingungen der Klägerin zum Mietvertrag (AVB ) enthalten unter anderem folgende Regelungen:

    “Nr. 5 Erhaltung der überlassenen Räume

    (2) Die vom Mitglied gemäß § 3 Abs. 8 des Vertrages übernommenen Schönheitsreparaturen sind während der Dauer des Vertrages ohne besondere Aufforderung fachgerecht auszuführen. …

    Die Schönheitsreparaturen sind spätestens nach Ablauf folgender Zeiträume auszuführen:

    in Küchen, Bädern und Duschen alle drei Jahre …
    in Wohn- und Schlafräumen,
    Fluren, Dielen und Toiletten alle fünf Jahre
    in anderen Nebenräumen alle sieben Jahre.

    (3) Läßt in besonderen Ausnahmefällen der Zustand der Wohnung eine Verlängerung der nach Abs. 2 vereinbarten Fristen zu oder erfordert der Grad der Abnutzung eine Verkürzung, so ist die Genossenschaft auf Antrag des Mitgliedes verpflichtet, im anderen Fall aber berechtigt, nach billigem Ermessen die Fristen des Planes bezüglich der Durchführung einzelner Schönheitsreparaturen zu verlängern oder zu verkürzen.”

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PostHeaderIcon BGH: Zulässigkeit des Ausschlusses des gesetzlichen Kündigungsrechts

Der unter anderem für das Wohnungsmietrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte über die in Rechtsprechung und Literatur umstrittene Frage zu entscheiden, ob in einem Wohnungsmietvertrag der Mieter durch individual-vertragliche Vereinbarung (befristet) auf sein gesetzliches Kündigungsrecht wirksam verzichten kann.
In dem zu entscheidenden Fall hatten die Beklagten durch Vertrag vom 17. Oktober 2001 eine Wohnung gemietet. Nach dem Formularmietvertrag war der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen worden, wobei das Mietverhältnis am 1. Januar 2002 beginnen sollte. In einem handschriftlichen Zusatz zum Mietvertrag war vereinbart, dass die Mieter für die Dauer von 60 Monaten auf ihr gesetzliches Kündigungsrecht verzichteten. Nachdem die Beklagten vor Mietbeginn mitgeteilt hatten, dass sie an einer Erfüllung des Mietverhältnisses nicht mehr interessiert seien und den Mietvertrag hilfsweise kündigten, zahlten sie lediglich für den Monat Januar 2002 die vertraglich vereinbarte Miete. Seit April 2002 ist die Wohnung anderweitig vermietet. Mit ihrer Klage haben die Kläger die Beklagten auf Mietzahlung für die Monate Februar und März 2002 in Anspruch genommen. [...]

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PostHeaderIcon BGH: Schönheitsreparaturklauseln mit starren Fristen auch bei Gewerberäumen unwirksam

BGH, Urteil vom 8. Oktober 2008 – XII ZR 84/06 – Der u. a. für das gewerbliche Mietrecht zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hatte zu entscheiden, ob eine formularmäßige Übertragung der Schönheitsreparaturen im Gewerberaummietrecht wirksam ist, wenn der Mieter danach verpflichtet wäre, die Arbeiten in starren Fristen und unabhängig von dem Erhaltungszustand der Mietsache durchzuführen.

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PostHeaderIcon BGH: Unwirksamkeit einer AGB-Haftungsbeschränkung des Wohnungs-Vermieters

Das Oberlandesgericht Hamburg hat dem Bundesgerichtshof die Frage vorgelegt, ob der in einem Formularmietvertrag vereinbarte Ausschluss der Haftung des Vermieters für Sach- und Vermögensschäden des Mieters, die durch vom Vermieter leicht fahrlässig verschuldete Mängel der Mietsache verursacht wurden, wegen Verstoßes gegen des Gesetz über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBG) unwirksam ist.

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PostHeaderIcon LG Kiel: Ersatzmieterklausel und “verbilligter” Nachvermietung

Verwirkung des Mietzinsanspruches durch fortwährende rügelose Hinnahme der Verrechnung des Mieters mit Wasserschäden. Anspruchsverzicht durch Abrechnung und vorbehaltlose Auszahlung der Mietsicherheit
Sachgebiet(e): Mietrecht BGB 552; BGB 162; BGB 326; BGB 542
Sachverhalt : Die Entscheidung ist ohne Sachverhalt veröffentlich worden. (§ 543 Abs. 1 ZPO)

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PostHeaderIcon LG Düsseldorf: Begründetheit von Hotelkosten nach Buchung

LG Düsseldorf, Urteil vom 08.09.2008, 41 O 85/07 – In der Zeit der Online-Buchungen von Hotelzimmern verdient diese Entscheidung besonderer Aufmerksamkeit. Eine Hotelbuchung beinhaltet nach der Ansicht des LG Düsseldorf miet- und dienstvertragliche Elemente. Die Kosten bei nachgewiesener Buchung könnten aber nur verlangt werden, wenn zudem die Räume auch tatsächlich zur Verfügung gestellt worden seien. Unterläßt der Hotellier also die mögliche Vermietung an Dritte (hier: hohe Nachfrage wegen einer anstehenden Messe!) oder hat er eine Vermietung vorgenommen und kann deshalb den Ausfall des buchenden Gastes nicht belegen, so kann er seine Kosten ohne weitere Nachweis nicht ersetzt verlangen.

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